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Chiropraktik und Osteopathie

Ziel der Chiropraktik ist es die maximale Beweglichkeit der Gelenke und damit eine ungestörte Biomechanik im Körper, sowie eine optimale Nervenfunktion herzustellen.
Die Chiropraktik nutzt dabei die natürlichen Selbstheilungskräfte um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wichtig:

Alle Gelenke werden innerhalb ihres natürlichen Bewegungsradius bewegt. Die anatomischen Grenzen werden dabei niemals überschritten!

Was ist Chiropraktik?


Diese manuelle Behandlungsmethode aus dem 19. Jahrhundert wurde durch den Amerikaner Daniel David Palmer begründet. Der tatsächliche Ursprung allerdings reicht viele tausend Jahre zurück. „Cheiro praktikos“ ist griechisch und heißt sinngemäß „mit der Hand gemacht“.
Chiropraktik stellt Bewegungsspielräume der Gelenke wieder in vollem Umfang her. Im Zentrum stehen dabei funktionelle Störungen der Wirbelsäule und deren negative Folgen für den gesamten Körper. Die Wirbelsäule ist über die austretenden Spinalnerven eng mit dem Nervensystem verbunden. Bei der Behandlung werden daher Nervenzellen stimuliert und der ungestörte neurologische Informationsfluß zwischen Gehirn und Organen sichergestellt. Durch diesen Zusammenhang werden nicht nur orthopädische, sondern auch internistische Krankheiten beeinflußbar.

Die Wirbelsäule spielt eine herausragende Rolle in der Biomechanik und damit in allen Bewegungsabläufen. Bewegungseinschränkungen werden von mir ertastet und über einen schnellen, kurzen Impuls gelöst. Auf diese Weise werden nicht Symptome behandelt, sondern Ursachen korrigiert.


Chiropraktik ist keine Konkurrenz zur traditionellen Tiermedizin, sondern versteht sich als eine in vielen Gebieten optimale Ergänzung der schulmedizinischen Behandlung. Die Wirkungsweise der Chiropraktik ist umfassend wissenschaftlich belegt. Auch wenn die Chiropraktik immer wieder kleine Wunder vollbringt, ist sie doch ganz entschieden von jeglicher Esoterik abzugrenzen.

Prävention ist besser als heilen! Chiropraktische Behandlungen helfen das Verletzungsrisiko ihres Tieres zu minimieren. Denn eine gestörte neurologische Signalübertragung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer Verletzung. Die innervierten Muskeln verlieren an Flexibilität und Stärke. Damit steigt das Risiko zu einem folgenschweren Anpassungsfehler der Muskeln und eine Verletzung kann entstehen. Die Chiropraktik verbessert die Funktion der Wirbelsäule und damit auch die nervale Kommunikation zwischen Gehirn und Körper. Daraus ergibt sich eine korrekte Wahrnehmung des Gehirns und eine angemessene Muskelreaktion, so dass das Verletzungsrisiko sinkt.

„Es heilt nicht – es korrigiert Ursachen, so dass der Körper selbst gestörte Funktionen
und krankhafte Strukturen normalisieren kann“


Osteopathie

Die Osteopathie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Therapiesystem, das auf den amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still zurückgeht. Die Osteopathie sieht den Körper als Funktionseinheit und Krankheit als Störung des Gleichgewichtes zwischen seinen  Anteilen (Knochen, Muskeln, Bindegewebe, innere Organe).
Genauso wie bei der Chiropraktik steht im Mittelpunkt der Osteopathie die Anregung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Der Osteopath versucht durch mehr oder weniger sanfte Impulse Bewegungseinschränkungen zu beseitigen und das Spannungsgleichgewicht im Körper wieder herzustellen.

Im Falle einer einfachen Funktionsstörung (akutes Trauma, post-OP-Nachsorge etc.) kann man damit rechnen, dass mit einer einmaligen Behandlung die Fehlbelastungen und Kompensationshaltungen aufgelöst werden können. Bei irreversiblen Veränderungen wie z.B. Arthrosen wird durch eine Verbesserung der Beweglichkeit der umgebenden Anteile wie Muskeln und Sehnen eine Reduktion der Schmerzen erreicht. Darüber hinaus wird dem Körper geholfen ein neues Gleichgewicht zu finden, in dem die Ausbreitung der Überbelastung auf noch gesunde Strukturen reduziert wird.


Faszientherapie mit der Stimmgabel

Faszien sind vielgestaltige Bindegewebe in unserem Körper und wir können sie auf verschiedenen Wegen therapieren. Die Bandbreite geht von manuellen Techniken (= myofaschial release techniques) über energetische Arbeit bis zum Einsatz von diversen Hilfswerkzeugen. Eines dieser Werkzeuge sind Stimmgabeln, mit deren Schwingungen Faszien beziehungsweise ganze Faszienketten sehr effektiv gelöst werden können.
In der Humanmedizin wurden die Faszienketten von Thomas W. Myers bereits vor vielen Jahren beschrieben.

Endlich gibt es diese Forschungen auch am Tier. Die dänische Anatomieprofessorin und Chiropraktorin Dr. Vibeke S. Elbrond hat die Faszienketten beim Tier präpariert, studiert und daraus in Zusammenarbeit mit der Osteopathin Rikke M. Schultz eine faszinierende Therapie entwickelt. Mit Hilfe von Stimmgabeln werden die betroffenen Faszienketten gelöst. Dabei werden häufig Fernpunkte verwendet, so dass nicht in schmerzhaften Bereichen gearbeitet wird. Die Orginalpublikation in englischer Sprache kann hier gelesen und heruntergeladen werden.

Strukturelle Osteopathie

Der Einsatz struktureller Techniken erfolgt direkt am blockierten Gelenk oder Wirbel mit den Methoden der Mobilisation, Traktion oder Manipulation. Somit ist diese Form der Osteopathie der Chiropraktik sehr ähnlich. Die funktionelle Osteopathie im Bereich des Bewegungsapparates korrigiert Einschränkungen der Beweglichkeit von Gelenken und Wirbelsegmenten durch Einwirkung auf  Muskeln und Faszien in deren Umgebung. Indem hier Spannungen aufgelöst werden, wird das Zusammenspiel der betroffenen Segmente verbessert.

Viszerale, fasziale und cranio-sacrale Osteopathie

Diese Bereiche der Osteopathie sind sehr ruhige, sanfte und zum Teil energetische Methoden.
Viszera ist der lateinische Ausdruck für die Eingeweide. Die viszerale Osteopathie befasst sich also mit der Behandlung der inneren Organe. Berücksichtigt werden Veränderungen in der Mobilität, d.h. der Beweglichkeit der Organe zueinander. Diese Bewegung wird maßgeblich vom Zwerchfell bestimmt; denn bei jedem Atemzug werden alle Organe zwangsläufig gegeneinander verschoben. Außerdem wird die Motilität der Organe untersucht. Diese beschreibt die organspezifische Eigenbewegung.
Die Eingeweide liegen im Körper nicht wahllos durcheinander. Sie sind von Faszien umgeben und über hauchdünne Ligamente in den Körperhöhlen befestigt. Faszien sind sehr vielgestaltige Bindegewebe. Sie sind das Netzwerk des Körpers; Formgeber und Wahrnehmungsorgan zugleich. Faszien sind durchzogen von freien Nervenendigungen und Rezeptoren. Sie gelten als der Ort, an dem Emotionen körperlich abgespeichert werden. Die fasziale Osteopathie widmet sich intensiv diesen Geweben und dem Lösen der darin befindlichen Spannungen und Emotionen.